Rückbau-Management

Gebäude müssen vor der Sanierung oder dem Abbruch auf vorhandene Gebäudeschadstoffe untersucht und diese später kontrolliert ausgebaut werden. Dieser Prozess wird als "Rückbau" bezeichnet und ist notwendig, damit Schadstoffe wie Asbest, PCB etc. nicht mit Material vermischt werden, das später ohne Einschränkungen wiederverwendet werden kann. So wie ein Tropfen Benzin viele Liter Wasser ungenießbar macht, können ein paar Kilogramm Asbest aus einem werthaltigen Recycling-Baustoff Sonderabfall machen.

Grundlegende Voraussetzung ist die Separation der Bestandteile vor ("Rückbau"), während oder nach dem Abbruch. Obwohl Rückbau und Separierung arbeitsaufwändiger erscheinen, werden dadurch effektiv Entsorgungskosten eingespart. Außerdem führen diese Verfahren zu nachhaltigeren Ergebnissen. Noch in den 1990er Jahren bestanden ca. 50% des auf Deponien verbrachten Abfalls aus Abbruchmaterial.

Ich war seit 1995 an mehr als dreißig Abbruchprojekten mit einem Gesamtvolumen von >1,3 Mio. m³ umbautem Raum beteiligt, das entspricht einem Gebäude von der Größe eines Fußballfeldes mit 40 Etagen, oder dem Volumen des Empire State Buildings in New York.

Einige der bemerkenswerteren Projekte waren:

  • 2015: Abbruch von mehr als 1.000 privaten Häusern in Nepal (ca. 80.000 m³ umbauter Raum) nach dem Gorkha-Erdbeben in Nepal (2015),
  • 2005: Management und Controlling der Sonderabfallentsorgung sowie der Altlasten bei einem Abbruchprojekt auf einer ehemaligen Kaserne der Russischen Armee (86 Gebäude, ca. 150.000 m³ umbauter Raum, Gesamtfläche ca. 150.000 m²), Gesamtkosten ca. 1,5 mio. €, 50 km südlich von Berlin,
  • 2003-2004: Management und Controlling eines durch die EU geförderten Abbruchprojekts in einer ehemaligen Kaserne der Russischen Armee (>30 Gebäude, ca. 390.000 m³ umbauter Raum, Gesamtfläche ca. 36.000 m², Gesamtkosten ca. 2,3 Mio. €), 50 km südlich von Berlin,
  • 2004-2005: Management und Controlling eines durch die EU geförderten Abbruchprojekts  in einer ehemaligen Kaserne der Russischen Armee (12 Gebäude, ca. 40.000 m³ umbauter Raum, Gesamtfläche ca. 25.000 m², Gesamtkosten ca. 390.000€), 60 km nördlich von Berlin,
  • 2003: Management und Controlling eines Tanklagerrückbaus auf einem ehemaligen Tanklager der Russischen Armee (110 Tanks, ca. 4.000 m³ Tankvolumen, Gesamtfläche ca. 40.000 m², Gesamzkosten ca. 25.000 €, die restlichen kosten wurden durch Erlöse aus Schrottverkäufen refinanziert), 20 km östlich von Berlin,
  • 1995-1996: Management und Controlling des Abbruchs von 14 ehemaligen Volkseigenen Gütern in Brandenburg.