Altlasten und Wasserqualität

Stillgelegte Industrieanlagen, Gewerbegebiete, Kasernen etc. stellen immer erhebliche finanzielle Risiken für potenzielle Investoren dar. Altgebäude mit verbauten Gefahrstoffen wie Asbest, PCB, etc., zurückgelassene Sonderabfälle sowie sichtbare und unsichtbare Boden- und Grundwasserkontaminationen sorgen für Unsicherheit. Dabei ist immer der Transferpfad zwischen Kontamination und Rezeptor zu beachten. Die Gefährdungslage muss umfassend bewertet werden, und Nachnutzungskonzepte müssen die vorhandenen Kontaminationen optimal berücksichtigen.

Ich habe seit 1993 Altlastenuntersuchungen, Sanierungskonzepte und Sanierungen auf auf mehr als 400 kontaminierten Standorten selbst durchgeführt oder geleitet. Durch meine langjährige Tätigkeit als Projektleiter und Projektmanager bin ich besonders erfahren im Projekt-Controlling, d.h. vor allem in der Überwachung der Effizienz der jeweiligen Sanierung sowie der Abnahme und der Abrechnung der erbrachten Leistungen, Im Falle ineffizienter Sanierungen ist es mir oft gelungen, die zuständigen Bodenschutzbehörden von der Einführung effizienterer Verfahren zu überzeugen.

Einige herausragende Altlastenprojekte während meiner Laufbahn waren u.a.:

  • 2009-2011: Leitung des Altlasten-Teams für die Untersuchung von Boden- und Grundwasserkontaminationen auf ca 200 kontaminierten Standorten (Ölquellen, Pipelines, Pumpstationen, Abscheiderstationen) auf 900 km² Fläche im Ogoniland (Rivers State, Nigeria), einer Region des Niger-Deltas, die über Jahrzehnte massiv durch Erdölförderung kontaminiert wurde: Konzeptionierung der Altlastenuntersuchungen, Konzeptionierung der Erstbegehungen, Training der Probenahmeteams zur Entnahme von Bodenproben, Wasserproben und Bodenansprache, Koordination der Feldarbeiten von gleichzeitig bis zu neun Probenahmeteams, Proben-Management und -Logistik, Erstellung von Schadstoffverteilungskarten für Grundwasser und Boden, Schlussbericht.
  • 1996-2002: Management von Sanierungsuntersuchungen, Sanierungskonzept und Sanierungsplanung für die Absaugung von 5 Meter mächtiger und auf ca. 20,000 m² verteilter Kerosinphase auf dem Grundwasser 18 Meter unter der Erdoberfläche. Der Standort, ein früheres Tanklager auf einem ehemaligen Flugplatz der Russischen Armee liegt ca. 50 km südlich von Berlin, die Projektkosten beliefen sich auf ca. 1,2 Mio €.
  • 1996-2005: Management von Sanierungsuntersuchungen, Sanierungskonzept, Sanierungsplanung und Sanierung eines Lösemittelschadens (Trichloräthylen) in Boden und Grundwasser einer chemischen Reinigung auf einem ehemaligen Kasernengelände der russischen Russischen Armee. der Standort befindet sich ca. 50 km südlich von Berlin, die Projektkosten beliefen sich auf ca. 2 Mio. €.
  • 1996-2008: Management von Grundwassermonitoring, Ersterkundung, und Bodensanierung sowie Erstellung eines  Sanierungskonzepts für eine Grundwasserkontamination durch Kerosin auf ca. 50,000 m² eines Tanklagers auf einem ehemaligen Flugplatz der Russischen Armee.